2. Januar 2026 / News aus der Welt

AfD-Fraktion lehnt Social-Media-Verbot für Jugendliche ab

Die AfD im Bundestag will zwar digitale Medien in der Grundschule beschränken. Doch einer anderen Forderung kann sie nichts abgewinnen.

In Australien dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren keine eigenen Konten mehr auf vielen großen Social-Media-Plattformen besitzen. (Archivbild)
Veröffentlicht am 2. Januar 2026 um 20:50 Uhr von dpa

Die AfD-Bundestagsfraktion hat sich gegen das in vielen Ländern diskutierte Social-Media-Verbot für Jugendliche ausgesprochen. «Wir lehnen das von der EU und führenden Politikern der Union geforderte Verbot Sozialer Medien für Jugendliche ab», schrieb der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion und Bildungspolitiker Götz Frömming auf der Plattform X. «Unser Eindruck ist, dass es weniger darum geht, Jugendliche zu schützen, sondern unter dem Vorwand des Jugendschutzes das erodierte Meinungsmonopol der Altparteien wieder herzustellen.»

Wichtig sei allerdings eine «restriktive Handhabung digitaler Medien» in der Grundschule, meinte Frömming. «Um Schreiben, Lesen, Rechnen zu lernen, braucht es keine Tablets oder Smartphones.» 

Um ein mögliches Verbot von Social-Media-Apps wie Tiktok oder Instagram für Jugendliche ist seit einigen Monaten auch in Deutschland eine Diskussion entbrannt.

Australien preschte mit Social-Media-Verbot für Jugendliche vor

Seit dem 10. Dezember dürfen in Australien Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren keine eigenen Konten mehr auf vielen großen Social-Media-Plattformen besitzen. Die Regierung will junge Menschen so vor Cybermobbing, problematischem Konsum und belastenden Inhalten schützen. Eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission für «Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt» soll bis zum Sommer Empfehlungen für Deutschland erarbeiten.

Eine Studie der Universität Potsdam und der Bertelsmann-Stiftung hatte gezeigt, dass Inhalte von Parteien am linken und rechten Rand jungen Nutzerinnen und Nutzern auf Instagram und Tiktok deutlich häufiger angezeigt werden als Inhalte der Mitte-Parteien. SPD und Union verlieren demnach durch die Algorithmen sichtbar an Reichweite, während Linke, AfD und BSW davon profitieren. Für die Untersuchung wurden 268 künstliche Nutzerprofile erstellt.


Bildnachweis: © Rick Rycroft/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Rheda-Wiedenbrück: B61 – Restarbeiten ab 13. April, Tempo 50 und Einspurbetrieb bis Freitag
Baustellen und Sperrungen

Straßen.NRW führt ab Montag letzte Bankett- und Markierungsarbeiten auf der B61 durch

weiterlesen...
Ostern im Blumenhaus Wagner: Frühlingsgrüße für Zuhause und zum Verschenken
Partner News

Österliche Ideen für Zuhause, zum Verschenken und für den Friedhof: Blumenhaus Wagner bringt den Frühling in die Feiertage.

weiterlesen...
Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Pro Arbeit zeigt „Gesichter und Stimmen der Integration“
Stadt Rheda-Wiedenbrück

Pro Arbeit präsentiert erfolgreiche Integration durch Porträts in Rheda-Wiedenbrück.

weiterlesen...
Sternschnuppen am Nachthimmel und der Mond spielt mit
News aus der Welt

Es darf wieder gewünscht werden: Derzeit verglühen Kometentrümmer am Nachthimmel.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Sternschnuppen am Nachthimmel und der Mond spielt mit
News aus der Welt

Es darf wieder gewünscht werden: Derzeit verglühen Kometentrümmer am Nachthimmel.

weiterlesen...
Prozess nach Tod von Hamburger Familie in Istanbul gestartet
News aus der Welt

Eine Hamburger Familie stirbt im Türkei-Urlaub nach einem Gift-Einsatz gegen Bettwanzen. Im Prozess in Istanbul fordern Angehörige Gerechtigkeit – und klagen über fatale Fehler.

weiterlesen...