Mindestens acht Schnabelwale sind in den vergangenen Tagen an der Nordwestküste der Mittelmeerinsel Zypern angeschwemmt worden. Zur Todesursache sei noch nichts bekannt, hieß es von der zuständigen Fischereibehörde der Mittelmeerinsel. «Wir sind uns noch nicht im Klaren, was geschehen ist», sagte der Sprecher der Fischerei- und Meeresforschungsbehörde, Ioannis Ioannou, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Bei sieben der Tiere handelte es sich demnach um Cuvier-Schnabelwale (Ziphius cavirostris), die weltweit am weitesten verbreitete Art. Beim achten Tier stand die Bestimmung zunächst noch aus. Schnabelwale orientieren sich über Echoortung: Sie stoßen Klicklaute aus, deren Echos ihnen helfen, Beute oder auch Hindernisse auszumachen. Dieses Echosystem könne durch Sonar-Aktivitäten von Schiffen der Kriegsmarine oder die Schallwellen der schweren Beben in der Türkei gestört worden sein, vermutete Ioannou. Auch eine Erkrankung sei denkbar. Schnabelwale leben vor allem in tiefen Meeresregionen und kommen selten in Küstennähe. Sie unternehmen sehr tiefe und lange Tauchgänge, um Tintenfische zu erbeuten. Cuvier-Schnabelwale sind regelmäßig auch im Mittelmeer anzutreffen. Die scheuen Tiere sind meist in kleineren Gruppen oder allein unterwegs. Der Deutschen Stiftung Meeresschutz zufolge gelten Cuvier-Schnabelwale als besonders empfindlich, was Störungen etwa durch militärisches Sonar angeht. Vermutet werde, dass sie bei überraschenden Schalldrücken zu schnell aus großer Tiefe aufsteigen und in der Folge sterben. Im Mittelmeer kam es schon mehrfach zu Strandungen der Tiere.
Bildnachweis: © -/Cyprus Marine Research/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Acht tote Schnabelwale an Zyperns Küste gestrandet
Ungewöhnlicher Fund an der Küste Zyperns: Schnabelwale kommen selten in Küstennähe. Auf der Mittelmeerinsel sind nun mehrere tote Wale angeschwemmt worden. Forscher stehen vor einem Rätsel.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 20. Januar 2026
Leuchtender Himmel - Polarlichter über Deutschland zu sehen
Ein Sonnensturm sorgt für Polarlichter über Deutschland. Er ist so stark, dass das Lichtspektakel vom Norden bis zu den Alpen zu sehen ist.
- 12. Januar 2026
Glatteis-Gefahr verlagert sich in den Osten Deutschlands
Was der Westen hinter sich hat, steht dem Osten noch bevor. Vor allem im Nordosten und Südosten kann es spiegelglatt werden. Brandenburg hat die Präsenzpflicht an Schulen für Dienstag aufgehoben.
Die besten Locations und Parties um Karneval zu feiern
Neueste Artikel
- 8. Februar 2026
Hochwasser in Portugal, Spanien und Marokko
Nach heftigen Unwettern zeigt sich mal kurz wieder die Sonne. Trotzdem bleiben viele Regionen überflutet und das Risiko für Erdrutsche ist hoch. Und weiterer Regen soll kommen.
- 8. Februar 2026
Frau tot in Münchner Reihenhaus gefunden – Mann festgenommen
Ein Nachbar hört Schreie, kurz darauf liegt eine 75-Jährige tot im Flur ihres Hauses. Die Polizei nimmt einen jungen Mann fest – doch das Motiv bleibt rätselhaft.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 8. Februar 2026
Hochwasser in Portugal, Spanien und Marokko
Nach heftigen Unwettern zeigt sich mal kurz wieder die Sonne. Trotzdem bleiben viele Regionen überflutet und das Risiko für Erdrutsche ist hoch. Und weiterer Regen soll kommen.
- 8. Februar 2026
Frau tot in Münchner Reihenhaus gefunden – Mann festgenommen
Ein Nachbar hört Schreie, kurz darauf liegt eine 75-Jährige tot im Flur ihres Hauses. Die Polizei nimmt einen jungen Mann fest – doch das Motiv bleibt rätselhaft.

