29. Mai 2023 / News aus der Welt

70 Jahre Everest-Besteigung: Nepal ehrt die Sherpas

Ohne sie wären die Besteigungen wohl deutlich schwieriger. Deshalb haben sie sich nun eine Auszeichnung verdient und wurden im Rahmen einer Zeremonie geehrt.

Der bekannte nepalesische Bergführer Kami Rita vom Volk der Sherpa wurde geehrt.
Veröffentlicht am 29. Mai 2023 um 17:58 Uhr von dpa

Nepal hat anlässlich der Erstbesteigung des Mount Everest, des welthöchsten Bergs, vor genau 70 Jahren seine Bergführer und Träger vom Volk der Sherpa in einer Zeremonie geehrt. Die stellvertretende Tourismusministerin Sushila Sripali Thakuri übergab dazu heute mehr als 100 von ihnen eine Auszeichnung.

Dazu zählten der Bergführer Kamit Rita Sherpa, der den Everest bislang 28 Mal bestieg, und Sanu Sherpa, der als erster Mensch alle 14 Achttausender zweimal bestieg, wie die Nepal Mountaineering Association mitteilte. Einheimische Bergführer sind ein wichtiger Teil der Expeditionen.

Heute gab es in der Hauptstadt Kathmandu auch eine Kundgebung von Hunderten Menschen, die Plakate mit Bildern von Tenzing Norgay und Edmund Hillary hielten. Die beiden Bergsteiger hatten am 29. Mai 1953 Geschichte geschrieben, als sie das Dach der Welt in 8848,86 Metern Höhe erreichten, das vielen bis dahin als unbezwingbar gegolten hatte. Seit dem Tod von Hillary 2008 wird in Nepal jedes Jahr am 29. März ein Internationaler Mount-Everest-Tag gefeiert.

Tourismus-Magnet

Der Berg zieht weiter jedes Jahr Hunderte Bergsteiger aus der ganzen Welt an. In der diesjährigen Frühlingssaison, die im Juni endet, hätten 478 Menschen eine Genehmigung erhalten, hieß es aus dem nepalesischen Tourismusministerium.

Das sei die höchste Zahl an Genehmigungen, die je in einer Saison ausgestellt wurde. In Nepal kostet eine Genehmigung umgerechnet rund 10.000 Euro, die gesamte Expedition zwischen 40.000 und 100.000 Euro.

Mindestens zwölf Bergsteiger verloren in der Frühlingssaison bislang ihr Leben auf dem Mount Everest, mehrere weitere gelten als vermisst, sagte ein Behördenmitarbeiter vor Ort der Deutschen Presse-Agentur.

Insgesamt verdiente Nepal nach Angaben des Tourismusministeriums in der Frühlingssaison durch das Ausstellen von Besteigegenehmigungen für den Everest und 27 weitere Berge an mehr als 1000 Bergsteigern über 5,8 Millionen Dollar (etwa 5,4 Millionen Euro).


Bildnachweis: © Niranjan Shrestha/AP
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Jennys Pawfect Moments: Dein Shooting mit Gefühl
Partner News

Tierisch persönlich: Fotos und Videos, die dich und dein Tier zeigen, wie ihr wirklich seid.

weiterlesen...
Rheda-Wiedenbrück: Drei Experten, ein Abend – diesen Workshop hat die Stadt so noch nicht gesehen
Lokalnachrichten Rheda-Wiedenbrück

Am 7. Mai im Stamm Athletic Point: Ein Abend, der Finanzen, Gesundheit und rechtliche Vorsorge zum ersten Mal zusammen denkt.

weiterlesen...
Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Junges Kloster: Rock 'n' Roll für Familien am 11.07.2026
Veranstaltung

Musikalischer Nachmittag im Klostergarten mit 'Die schiefe Bahn'.

weiterlesen...
Tote aus Main nach 25 Jahren identifiziert - Vater in U-Haft
News aus der Welt

Eine Leiche im Frankfurter Main stellt Ermittler für fast 25 Jahre vor Rätsel. Nun führten neue Hinweise im «Cold Case» zu einer Festnahme: Der eigene Vater soll die Jugendliche getötet haben.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Tote aus Main nach 25 Jahren identifiziert - Vater in U-Haft
News aus der Welt

Eine Leiche im Frankfurter Main stellt Ermittler für fast 25 Jahre vor Rätsel. Nun führten neue Hinweise im «Cold Case» zu einer Festnahme: Der eigene Vater soll die Jugendliche getötet haben.

weiterlesen...
Kind überfahren: Mordurteil nach Tod auf Parkplatz
News aus der Welt

Ein Zwölfjähriger stirbt auf einem Supermarktparkplatz in Niedernhall. Für das Gericht kein tragischer Fahrfehler, sondern Mord. Ein 18-Jähriger muss nun einige Jahre in Haft.

weiterlesen...