Zwei große Unwetterlagen haben am Wochenende Hunderttausende Menschen in den Vereinigten Staaten getroffen: Nach Überschwemmungen durch starke Regenfälle haben Behörden im US-Bundesstaat Tennessee am Sonntag die Opferzahl auf mindestens 21 Tote nach oben korrigiert. Rund 20 weitere Personen würden noch vermisst, sagte Sheriff Chris Davis aus Humphreys County, einem Landkreis rund 100 Kilometer westlich von Nashville, einem Bericht der Tageszeitung «The Tennessean» zufolge. Fernsehbilder hatten Aufräumarbeiten und große Schäden gezeigt, unter anderem davon gespülte Autos und weggeschwemmte Häuser. Die Niederschlagsmengen hätten Rekordwerte für den Bundesstaat erreicht, hieß es weiter. Der Tropensturm «Henri» verlief am Sonntag dagegen entlang der Nordostküste der USA trotz heftiger Regenfälle glimpflicher als befürchtet. Laut Hurrikanzentrum NHC hatte die Geschwindigkeit deutlich abgenommen, der Sturm bringe aber immer noch heftige Regenfälle und mögliche Überflutungen mit, hieß es weiter. Henri war am Sonntagmittag nahe der Stadt Westerly im Bundesstaat Rhode Island auf die Küste getroffen und habe dabei Geschwindigkeiten von rund 95 Stundenkilometer erreicht. Laut der Webseite «poweroutage.us» waren am Nachmittag rund 115.000 Haushalte zumindest kurzfristig ohne Strom, am späten Abend hatte sich diese Zahl bereits wieder halbiert. US-Präsident Joe Biden rief am Sonntagnachmittag die Bürger trotz der sich abschwächenden Winde zur Vorsicht auf. «Wir nehmen den Sturm wegen seiner Größe, seiner Sturmfluten und wegen der Regenfälle, die er auslöst, sehr ernst», sagte er. Den Betroffenen des Sturms in Tennessee drückte Biden sein Beileid aus. Er habe sein Team angewiesen, dem Gouverneur des Bundesstaates die Hilfe des Bundes zuzusagen. «Wir bieten jede Unterstützung an, die sie in diesem furchtbaren Augenblick benötigen», sagte Biden. Der republikanische Senator Bill Hagerty hatte daraufhin erklärt, dieses Hilfsangebot annehmen zu wollen. «Henri» war am Sonntagmorgen zu einem Tropensturm heruntergestuft worden. Betroffen von Sturmfluten könnten die vor der US-Metropole New York liegende Insel Long Island sowie Teile von Massachusetts, Rhode Island und Connecticut sein, hatte es geheißen. Warnungen vor Überschwemmungen waren in verschiedenen Dringlichkeitsstufen für mehr als 35 Millionen Menschen ausgerufen worden. Schon in der Nacht zum Sonntag hatten erste Regenausläufer von «Henri» den Bundesstaat New York und andere US-Staaten im Nordosten erreicht. In New York City musste wegen eines schweren Gewitters ein Großkonzert zum erhofften Ende der Corona-Pandemie im Central Park mit Dutzenden Stars abgebrochen werden. Die Stadt blieb am Sonntag aber trotz heftiger Regenfälle von schlimmeren Schäden verschont.
Bildnachweis: © Andrew Nelles/The Tennessean/AP/dpa
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Aufräumarbeiten nach Unwettern mit 21 Toten in Tennessee
Gleich zwei extreme Wetterereignisse halten die USA in Atem. Nach heftigem Regen wird im Süden aufgeräumt. Im Nordosten war Tropensturm «Henri» zwar langsamer als gedacht - trotzdem gab es Probleme.
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