Die Kürbispyramiden stehen wieder: In Rheda-Wiedenbrück hat Hof Mettenborg die Kürbissaison eröffnet. Doch welcher Kürbis eignet sich für die Suppe, welcher für den Ofen – und wie bleibt der Vorrat zu Hause lange haltbar? Im Interview mit Alexander Martinschledde gibt Philipp Mettenborg praktische Tipps und erzählt, wie die Ernte bisher läuft.
Kürbisernte: Philipp Mettenborg zieht eine positive Zwischenbilanz
„Ich muss sagen, ich bin bis jetzt sehr zufrieden“, sagt Philipp Mettenborg. Ein großer Teil der Kürbisse sei bereits geerntet, weitere Früchte lägen noch auf dem Feld. Besonders die Halloween-Kürbisse kommen nach seinen Worten später an die Reihe. Die Aufnahmen vom Hof zeigen die Arbeit auf dem Feld: Helfer sammeln die Kürbisse ein und verladen sie am Anhänger.
Hokkaido, Spaghettikürbis oder Zierkürbis: Was passt wofür?
Wer vor der Pyramide steht, hat die Wahl zwischen unterschiedlichen Formen und Farben. Philipp stellt im Gespräch mehrere Kürbisse vor:
- Hokkaido: Den Klassiker empfiehlt er für Suppen und Ofengerichte.
- Spaghettikürbis: Nach dem Garen im Ofen lässt sich das Fruchtfleisch mit einer Gabel in feine Fäden ziehen.
- Kleiner Mikrowellenkürbis: Als schnelle Variante nennt Philipp eine Zubereitung mit Käse, Feta oder Tomaten.
- Zierkürbisse: Sie sind ausschließlich zur Dekoration gedacht. „Die aber bitte nicht essen“, betont Philipp.
Für die Küche sollte deshalb gezielt ein Speisekürbis ausgewählt werden. Die bunten Zierkürbisse an der Pyramide gehören zur Herbstdekoration.
Woran lässt sich ein reifer Hokkaido erkennen?
Beim Hokkaido nennt Philipp zwei Merkmale: eine kräftige orange bis rote Farbe und einen verholzten Stiel. Die Hinweise zur Farbe lassen sich allerdings nicht pauschal auf jede Kürbissorte übertragen. Im Interview beschreibt er etwa andere Farbtöne für die Spaghettikürbisse seines Sortiments. Wer unsicher ist, fragt am besten nach der konkreten Sorte.
Kürbisse lagern: Nicht zu warm und den Vorrat im Blick behalten
Für den ganzen Kürbis braucht es nach Philipps Einschätzung nicht unbedingt einen Platz im Kühlschrank. Im Gespräch nennt er die Küchenarbeitsplatte als alltagstauglichen Lagerort – zu warm sollte es dort allerdings nicht sein. Zur möglichen Haltbarkeit sagt er: „Zwei, drei Monate, gar kein Problem.“ Das ist seine Einschätzung aus der Praxis; wie lange eine einzelne Frucht hält, hängt auch von ihrem Zustand und den Lagerbedingungen ab.
Seine Lagertipps beziehen sich auf den ganzen Kürbis. Die genannte Dauer ist keine Haltbarkeitsangabe für bereits angeschnittene Stücke.
Kürbisse kaufen in Rheda-Wiedenbrück und Umgebung
Philipp nennt im Interview mehrere Verkaufsstellen. Direkt am Hof Mettenborg an der Wegböhne 90 in Rheda-Wiedenbrück steht eine Kürbispyramide. Weitere Standorte sind der Wieksweg 131 sowie die Bäckerei Sudbrock am Lümernweg 2, vor der das Interview aufgenommen wurde.
Außerdem verweist er auf eine Pyramide im Bereich Wöste bei den Bauernschützen, auf den Standort bei Erdbeer Hellweg in Langenberg direkt am Erdbeerfeld und auf Eckern 11 in Clarholz. So lässt sich der Kürbiskauf auch mit einem Weg durch die Nachbarorte verbinden.
Interview und Redaktion: Alexander Martinschledde.
Quelle: eigenes Interview mit Philipp Mettenborg, Hof Mettenborg.
Bilder: Standbilder aus dem Interviewmaterial der Rheda-Wiedenbrück App; Ernteaufnahme aus dem von Philipp Mettenborg bereitgestellten Videomaterial.





