Am Mühlenwall in Wiedenbrück wird das Stromnetz fit für die Zukunft gemacht: Der Verteilnetzbetreiber Westnetz ersetzt dort eine alte Trafostation durch eine moderne digitale Ortsnetzstation. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich Anfang März beginnen. Mit der neuen Technik reagiert die Stadt auf steigende Anforderungen durch Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und E-Ladesäulen. Die bisherige Station kann den zukünftigen Leistungsbedarf nicht mehr zuverlässig abdecken.
Echtzeit-Daten erhöhen Versorgungssicherheit
Digitale Ortsnetzstationen liefern Live-Daten über das Stromnetz. Dadurch können Lastspitzen frühzeitig erkannt und Störungen schneller behoben werden. Für Haushalte und Betriebe bedeutet das eine stabilere und sicherere Energieversorgung. In Rheda-Wiedenbrück sind bereits mehr als 15 solcher Stationen im Einsatz – zwei davon allein in der Wiedenbrücker Innenstadt. Die neue Anlage am Mühlenwall ist ein weiterer Schritt hin zu einem intelligenten Stromnetz.
Baumaßnahmen und Einschränkungen
Für den Austausch sind kleinere Tiefbauarbeiten erforderlich. Außerdem muss ein Baum neben der Station entfernt werden, da Platz für Wartung und Technik benötigt wird. Als Ausgleich werden neue Grünflächen geschaffen und ein Ersatzbaum gepflanzt. Die Zufahrten zu den Häusern bleiben grundsätzlich erreichbar. Sollte es im Einzelfall zu Einschränkungen kommen, stimmt Westnetz diese direkt mit den Anwohnerinnen und Anwohnern ab.
Warum digitale Ortsnetzstationen wichtig sind
Ortsnetzstationen wandeln Mittelspannung in die haushaltsübliche Niederspannung um. Die digitale Variante überträgt zusätzlich Messwerte per Glasfaser oder Mobilfunk. So lässt sich das Netz aus der Leitstelle steuern, Fehler schneller eingrenzen und Ausfallzeiten reduzieren. Die Investition stärkt damit nicht nur die Versorgungssicherheit vor Ort, sondern unterstützt auch den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien in Wiedenbrück.
Fotocredits: Westnetz

