Mehr Raum für Praxis statt nur Theorie
Am Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück soll ein neuer Lernraum entstehen, der den klassischen Unterricht ergänzt. Die Schule erhält dafür 10.000 Euro Fördergeld. Geplant ist ein sogenannter Maker Space. Also ein offener Raum, in dem Schülerinnen und Schüler projektorientiert arbeiten können. Mit Technik, Kreativangeboten und viel Eigenverantwortung.
Die Förderung kommt vom Deutschen Kinderhilfswerk gemeinsam mit ROSSMANN und Procter & Gamble. Bundesweit wurden 102 Schulen ausgewählt. Das Gymnasium in Rheda-Wiedenbrück ist eine davon.
Was ist ein Maker Space überhaupt?Ein Maker Space ist kein klassischer Computerraum. Statt Frontalunterricht geht es hier ums Ausprobieren. Gedacht sind zum Beispiel:
- Arbeiten mit 3D-Druckern oder Lasercuttern
- Film- und Podcastprojekte mit Kamera und Greenscreen
- Programmieren, Tüfteln, Gestalten in Teams
Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler eigene Ideen entwickeln und umsetzen. Nicht nur im AG-Bereich, sondern perspektivisch auch im normalen Unterricht.
Bedeutung für Schulen in OstwestfalenAuch wenn die Förderung bundesweit vergeben wird, ist der Effekt vor Ort spürbar. Im Kreis Gütersloh und in Ostwestfalen insgesamt stehen viele Schulen vor ähnlichen Herausforderungen: Digitalisierung, Motivation, neue Lernformen.
Der Maker Space in Rheda-Wiedenbrück kann hier eine Vorbildfunktion übernehmen. Gerade Gymnasien stehen unter Druck, neben Wissensvermittlung auch Zukunftskompetenzen zu fördern. Dazu zählen Teamarbeit, kritisches Denken und Medienkompetenz.
Unterstützt wird die Schule zusätzlich von der Bildungsinitiative #wirfürschule, die bei der Umsetzung berät und den Austausch mit anderen Schulen organisiert.
Keine Dauerlösung, aber ein StartsignalKlar ist auch: 10.000 Euro allein verändern keine Schule grundlegend. Technik muss gepflegt werden. Konzepte brauchen Zeit. Lehrkräfte müssen mitziehen. Entscheidend wird sein, ob der Maker Space langfristig in den Schulalltag integriert wird und nicht bei einzelnen Projekten stehen bleibt.
Für Rheda-Wiedenbrück ist die Förderung trotzdem ein Signal. Investitionen in moderne Lernräume kommen an. Und sie zeigen, dass Schulentwicklung nicht nur von oben entschieden wird, sondern gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern stattfinden kann.
Foto: Einstein Gymnasium

