Wie lassen sich gegenseitiger Respekt, Toleranz und Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft stärken? Mit dieser Frage beschäftigte sich der neunte Jahrgang der Moritz-Fontaine-Gesamtschule in Rheda-Wiedenbrück. In interaktiven Workshops erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie Vorurteile entstehen und wie man sie überwinden kann.
Die Workshops wurden von einem erfahrenen Trainerteam durchgeführt: Sonja und Stefan von Zons, Marten Mohr und Claus Mikus leiteten die Einheiten jeweils in Zweierteams. Ermöglicht wurden die eintägigen Workshops durch die finanzielle Unterstützung der Osthus-Henrich-Stiftung, der Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück, dem Netzwerk Gewaltprävention des Kreises Gütersloh sowie dem Förderverein der Gesamtschule Rheda-Wiedenbrück.
Vorurteile erkennen
Zu Beginn stellten die Trainer die Jugendlichen vor eine knifflige Aufgabe: Sie sollten spontan alle Ideen nennen, die ihnen zu den unbekannten Workshopleitenden einfielen – von Hobbys über Alter bis zum Familienstand. Der anschließende „Faktencheck“ zeigte eindrücklich, wie schnell Menschen andere in Schubladen stecken.
Selbstreflexion und Offenheit
In abwechslungsreichen Übungen und Gruppenspielen erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig Offenheit, Selbstreflexion und gegenseitiger Respekt sind. Auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und Identität wurde angeregt, zum Beispiel durch die Geschichte der eigenen Namen.
Intensive Diskussionen beim „Toleranzbilder“-Spiel
Besonders intensiv war das „Toleranzbilder“-Spiel: Auf einer Skala zwischen „tolerieren“ und „nicht tolerieren“ ordneten die Teilnehmenden verschiedene Bilder ein und diskutierten über ihre Entscheidungen. So entstanden lebhafte Gespräche und neue Perspektiven.
Teamgeist beim Escape-Spiel
Beim abschließenden Escape-Spiel war Teamarbeit gefragt. Nur durch gemeinsames Rätseln gelang es den Gruppen, den Tresorcode zu knacken. „Chancen muss man nutzen“, betonte Trainerin Sonja von Zons und hob hervor, wie entscheidend Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung im Alltag sind.
Positive Reflexion der Jugendlichen
In der abschließenden Reflexionsrunde zeigten sich die Jugendlichen begeistert. Ihre persönlichen „Titel des Tages“ lauteten unter anderem: „Unfassbarer Erfolg“, „Respekt“, „Teamarbeit“ und „Das Abenteuer“. Die Workshops hinterließen einen nachhaltigen Eindruck und förderten gegenseitige Wertschätzung. Weitere Informationen über Projekte zur Gewaltprävention und Toleranz an der Moritz-Fontaine-Gesamtschule finden Sie auf der Website der Stadt Rheda-Wiedenbrück.
Fotocredits: Moritz-Fontaine-Gesamtschule in Rheda-Wiedenbrück

