Ausstellung der Alltagsmenschen kehrt 2026 nach Wiedenbrück zurück
Wiedenbrück wird auch 2026 wieder zur Bühne für die Kunst des Alltags: Vom 28. März bis zum 20. September kehren die beliebten Alltagsmenschen zum 21. Mal in die historische Innenstadt zurück. Die lebensgroßen Skulpturen laden an 31 Standorten dazu ein, bekannte Orte neu zu entdecken und kleine Szenen des täglichen Lebens mit einem Augenzwinkern zu betrachten.
Highlight der Ausstellung: Polonaise auf der Emsinsel
Ein besonderes Highlight der Ausstellung 2026 entsteht auf der Emsinsel. Dort zieht eine dynamische Polonaise aus Figuren über das Gelände. Die Szene wirkt lebendig und offen – fast so, als könnten Besucherinnen und Besucher spontan mitmachen. Die Installation steht symbolisch für Gemeinschaft, Bewegung und Lebensfreude im öffentlichen Raum.
Neue Ausstellungsorte in der Wiedenbrücker Innenstadt
Neben bekannten Standorten gibt es in diesem Jahr mehrere neue Ausstellungsorte, die frische Perspektiven eröffnen. An der Langen Straße trifft man unter anderem auf eine markante Schützengruppe, die mit humorvollen Details regionale Traditionen aufgreift. Umringt von Zuschauenden grübeln zwei Männer mit Blick auf ein großes Schachbrett über ihren nächsten Spielzug nach.
Szenen rund um St.-Aegidius-Kirche und Marienkirche
Auch rund um die Kirchen der Altstadt entstehen neue Szenen: An der St.-Aegidius-Kirche fügen sich Nonnen und ein Pater sensibel in das historische Umfeld ein. An der Marienkirche dagegen entsteht ein besonderes Szenario: Die Alltagsmenschen laden hier zum Tanzcafé ein – eine charmante Szene voller Leichtigkeit, Musik und Bewegung, die Vergangenheit und Gegenwart verbindet.
Kunst, die den Alltag sichtbar macht
Die Figuren stehen, sitzen, warten, tanzen oder unterhalten sich – stets still und doch voller Ausdruck. Wie es vom Lechnerhof heißt, sollen die Alltagsmenschen „den Blick schärfen für die kleinen Szenen des Lebens, die sonst oft unbeachtet bleiben“.
Seit vielen Jahren ist Wiedenbrück ein fester Ausstellungsort der Alltagsmenschen und hat sich mit ihnen eine eigene, unverwechselbare Ausstellungstradition geschaffen. Auch in anderen Städten im In- und Ausland begeistern die Skulpturen durch ihre Nähe zum Publikum und ihre selbstverständliche Präsenz im Stadtraum.
Mit der 21. Ausstellung knüpft Wiedenbrück an diese Erfolgsgeschichte an. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, durch die Stadt zu schlendern, Begegnungen zu entdecken und Teil eines großen, stillen Theaterstücks des Alltags zu werden.
Ermöglicht wird die Ausstellung der Alltagsmenschen jedes Jahr durch die Burckhard Kramer Stiftung.
Die Alltagsmenschen – Skulpturen, die berühren
Seit ihrer Entstehung 1996 sind die Alltagsmenschen weit über Westfalen hinaus bekannt. Inzwischen sind rund 90 Skulpturen im Besitz der Burckhard Kramer Stiftung und beleben die historische Altstadt sowie die Flora seit 2006.
Die Wittener Keramikerin Christel Lechner schuf die ersten lebensgroßen Figuren, die Alltagsszenen in zeitlosen, menschlichen Momenten festhalten – von der Plauderpause auf der Bank über den Spaziergang bis hin zu stillen Momenten der Muße.
Ihr Atelier auf dem Lechnerhof im Grünen ist seit jeher Ausgangspunkt und kreativer Nährboden für diese Arbeiten. Seit 2017 führt ihre Tochter Laura Lechner die künstlerische Leitung fort und prägt die Skulpturen mit einer eigenen, unverwechselbaren Bildsprache weiter.

