Vor der Kunsthalle Bielefeld, auf der Terrasse des Café Gemach Manhattan, hat die Maßschneider-Innung Bielefeld ihre diesjährige Freisprechungsfeier begangen. In sommerlicher Atmosphäre erhielten zwei frischgebackene Maßschneiderinnen ihre Gesellenbriefe und präsentierten anschließend ihre selbst gefertigten Gesellenstücke.
Obermeisterin Tanja Rieth gratulierte den Absolventinnen herzlich zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss: „Heute ist für Sie ein guter Tag.“ Gleichzeitig äußerte sie ihre Sorge über die Entwicklung des Gewerkes. Sie bedauerte, dass derzeit kaum noch im Maßschneiderhandwerk ausgebildet werde. Umso erfreulicher sei es, zwei junge Fachkräfte in den Gesellenstand verabschieden zu können.
Aurelia Moritz aus Paderborn wurde im Theater Paderborn ausgebildet. Sie präsentierte selbstbewusst ihr Gesellenstück – einen eleganten Jumpsuit mit passendem Blazer – und stellte den Gästen die Idee und Umsetzung ihres Entwurfs persönlich vor.
Elena Dimmig aus Bielefeld absolvierte ihre Ausbildung bei Maria Grefe, Damen- und Herrenschneidermeisterin. Ihr Gesellenstück, ein klassisches einreihiges Herrensakko, wurde von ihrem Vater präsentiert, der eigens als Model zur Freisprechung gekommen war.
Die Präsentation der Gesellenstücke bildete erneut den Höhepunkt der Veranstaltung und machte deutlich, wie viel Kreativität, Präzision und handwerkliches Können in den Arbeiten der jungen Maßschneiderinnen steckt. Die individuelle Gestaltung und die hohe Qualität der gefertigten Kleidungsstücke unterstrichen eindrucksvoll die Vielseitigkeit des Maßschneiderhandwerks.
Für Aurelia Moritz geht die Reise nach der Freisprechung noch weiter: Ihr eleganter Jumpsuit mit passendem Blazer wird von der Maßschneider-Innung Bielefeld für den landesweiten Gestaltungswettbewerb der Maßschneider eingereicht. Dort treten die besten Gesellenstücke aus ganz Nordrhein-Westfalen gegeneinander an. Vieles spricht dafür, dass ihr Entwurf auch dort gute Chancen haben wird.
Quelle: Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld (kh-gt-bi.de.de)

