14. Juli 2023 / Kreis Gütersloh

Kreis untersagt vorsorglich Grundwassernutzung

Gütersloh. In einem Bereich in Isselhorst jenseits der Berliner Straße ist ab sofort vorsorglich die Nutzung des...

Veröffentlicht am 14. Juli 2023 um 09:37 Uhr von Jan Focken

Gütersloh. In einem Bereich in Isselhorst jenseits der Berliner Straße ist ab sofort vorsorglich die Nutzung des Grundwassers untersagt. Auch aus einem namenlosen Bach darf kein Wasser mehr genutzt werden. Hintergrund ist der Nachweis von PFAS in diesem Gebiet. Die PFAS – englische Abkürzung für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen – werden auch als Ewigkeitschemikalien bezeichnet, eine Stoffgruppe von schätzungsweise über 10.0000 Chemikalien. Sie gelten als sehr schwer abbaubar und sind weit verbreitet in der Umwelt. Der Schadensort liegt auf der anderen Seite der Berliner Straße, im Industrie- und Gewerbegebiet. Quelle der Belastung mit PFAS soll Löschschaum sein.

Die Anwohner sind in gesonderten Schreiben von der Unteren Wasserbehörde des Kreises über die Nutzungsuntersagung informiert worden. Diese gilt laut Allgemeinverfügung 20 Jahre, bis zum Jahr 2043. Entdeckt worden war die Belastung, weil die GVE GmbH auf dem betreffenden Grundstück eine Erweiterung geplant hat. Im Rahmen des Erweiterungsantrages musste das Unternehmen einen Ausgangszustandsbericht anfertigen, also quasi eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Belastungen auf dem Grundstück vor Inbetriebnahme vornehmen. Hierbei sind die Belastungen erstmalig aufgefallen. Auf dem Grundstück wird eine Grundwassersanierung im Probebetrieb betrieben, um ein weiteres Ausbreiten des Schadens im Grundwasser zu verhindern. Die Sanierung wird von der zuständigen Aufsichtsbehörde, der Bezirksregierung Detmold, beaufsichtigt. Um eine weitere Schadstoffverteilung in bisher unbelastete Bereiche des Bodens als auch des Grundwassers zu verhindern, erfolgt daher der Erlass der Allgemeinverfügung durch den Kreis Gütersloh.

PFAS sind in der Umwelt und in Lebewesen sehr langlebig und einige PFAS reichern sich in verschiedenen Organismen bis hin zum Menschen an. Diese ausschließlich menschengemachten Stoffe reichern sich aufgrund ihrer Langlebigkeit fortwährend an. Das Wissen um ihre Wirkung ist bislang noch begrenzt. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren bei bestimmten PFAS auch gesundheitsschädliche Wirkungen nachgewiesen, was in Kombination mit der Langlebigkeit besonders bedenklich ist.

Weitergehende Informationen zu PFAS finden Sie unter anderem auf der Internetseite des Bundes Umweltministeriums: https://www.bmuv.de/faqs/per-und-polyfluorierte-chemikalien-pfas

Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...

weiterlesen...
Jennys Pawfect Moments: Dein Shooting mit Gefühl
Partner News

Tierisch persönlich: Fotos und Videos, die dich und dein Tier zeigen, wie ihr wirklich seid.

weiterlesen...
Rheda-Wiedenbrück: Drei Experten, ein Abend – diesen Workshop hat die Stadt so noch nicht gesehen
Lokalnachrichten Rheda-Wiedenbrück

Am 7. Mai im Stamm Athletic Point: Ein Abend, der Finanzen, Gesundheit und rechtliche Vorsorge zum ersten Mal zusammen denkt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Vergrabener Schatz? Kitakind macht besonderen Spielplatzfund
News aus der Welt

Silbermünzen, Goldschmuck, hochwertige Uhren und lauter 200-Euro-Scheine: Auf einem Berliner Spielplatz macht ein Kitakind einen höchst erstaunlichen Fund. Woher stammen die wertvollen Sachen?

weiterlesen...
«Horrorhaus»: Haftstrafen für deutsche Eltern in Spanien
News aus der Welt

In einem Haus voller Müll entdeckt die spanische Polizei drei verwahrloste Kinder. Wie die deutschen Eltern ihr Verhalten erklärten – und wie die Justiz nun urteilt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Rettungsdienstgebühren, Pflegeselbsthilfe und medizinischer Nachwuchs
Kreis Gütersloh

Gütersloh. Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe soll weiter fortgeführt werden. Das hat der Gesundheitsausschuss in...

weiterlesen...
Neues Portal bündelt Inklusionsangebote
Kreis Gütersloh

Gütersloh. Welche Rechte haben schwerbehinderte Menschen im Beruf? Welche Ausbildungen werden besonders gefördert? Und...

weiterlesen...