Eine große Uhr über dem Eingang, Schaufenster voller Zeitmesser und konzentrierte Arbeit an der Werkbank: Die alten Aufnahmen aus dem Archiv von Juwelier Uhrmeister erzählen ein Stück Wiedenbrücker Geschichte. Seit 1956 ist das Familienunternehmen am Klingelbrink zu Hause. Zum 70. Geburtstag öffnen wir mit Euch das Fotoalbum – und schauen auf die Menschen, die diese Geschichte bis heute weiterschreiben.
1956: Ein Geschäft und die eigene Werkstatt
Am Klingelbrink 23 eröffnete Josef Uhrmeister sein Fachgeschäft für Uhren und Schmuck mit eigener Reparaturwerkstatt. In den Erinnerungen der Familie gehört der weiße Arbeitskittel ebenso zu ihm wie die Uhrmacherlupe. Die historischen Bilder lassen erkennen, wie eng Verkauf und Handwerk von Anfang an zusammengehörten: vorne die Auslagen, dahinter der Werktisch mit Werkzeugen für die kleinen, präzisen Handgriffe.

Der Klingelbrink früher. Weitere historische Ansichten findet Ihr in der Bildergalerie.
Auch das Straßenbild hat sich verändert. Alte Autos vor den Fachwerkhäusern und die markante Uhr am Geschäft machen die Archivaufnahmen zu einer kleinen Zeitreise. Die Verbindung zum Standort ist geblieben: Noch heute führt der Weg zu Uhrmeister an den Klingelbrink.
Eine Familie, mehrere Generationen
1984 eröffnete Mechthild Uhrmeister ein zweites Geschäft am Neuen Wall in Rheda. Die nächste Generation wuchs mit dem Unternehmen auf: Lars begann mit 16 Jahren seine Ausbildung. Auf das Uhrmacherhandwerk folgten die Goldschmiedeausbildung, die Meisterschule und die Weiterbildung zum Gemmologen. Silvia brachte ihre Ausbildung als Großhandelskauffrau ein.
2003 übernahmen Lars und Silvia das Familienunternehmen. Mit Luc arbeitet inzwischen auch die nächste Generation im Team mit. Das aktuelle Familienfoto schlägt so die Brücke zu den alten Aufnahmen: Aus der Gründungsgeschichte ist ein gemeinsamer Arbeitsalltag geworden, in dem Erfahrung weitergegeben wird und neue Ideen dazukommen.

Lars, Silvia und Luc Uhrmeister führen die Familiengeschichte weiter.
Handwerk bleibt.
Die Gegenüberstellung der Werkstattbilder zeigt besonders schön, was die Jahrzehnte verbindet: den genauen Blick und die Arbeit mit den Händen. Bis heute gehören Reparaturen und die Umarbeitung von Erbstücken zum Angebot. Ein geerbtes Schmuckstück kann eine neue Form bekommen und dabei die Erinnerung an einen besonderen Menschen bewahren.
Auch bei Trauringen und Verlobungsringen geht es um persönliche Geschichten. Im Trauringstudio am Klingelbrink 14 können Paare Materialien ansehen, Ringe anprobieren und ihre Wünsche besprechen. Auch im Uhrmeister-Geschäft in Rheda gibt es eine Trauringschmiede. Weitere Standorte sind in Bielefeld, Paderborn und Osnabrück hinzugekommen. Die Teamfotos und Einblicke in die heutigen Räume zeigen die Menschen und Orte hinter dieser Entwicklung.
70 Jahre – und die Geschichte geht weiter
Für die Zukunft plant Uhrmeister, den Online-Shop auszubauen. Die Beratung vor Ort und die eigene Werkstatt bleiben Teil des Unternehmens. Wer durch die Bildergalerie blättert, entdeckt beides: die Anfänge eines Wiedenbrücker Geschäfts und das Familienunternehmen von heute.
Gefeiert wird am Freitag, 9. Oktober 2026, ab 17 Uhr in und um das Geschäft am Klingelbrink 23. Hier findet Ihr den Jubiläumsabend im Veranstaltungskalender.
Quelle und Bildmaterial: Juwelier Uhrmeister. Historische Aufnahmen aus dem bereitgestellten Familienarchiv.










