5. Juli 2018 / Allgemeines

Projekt »Hilfe, ich werde erwachsen?!«

Der andere Schultag

Projekt »Hilfe, ich werde erwachsen?!«

Im Bild: »Einfach machen« durften die Schülerinnen und Schüler beim Praxis-Workshop des HBZ (Handwerkerbildungszentrums). Fliesen in Form schneiden und selbst Verschalungen herstellen bereitete allen Spaß.

In der Pubertät haben viele Jugendliche nicht nur mit dem Schulstoff zu kämpfen, sondern auch mit den Veränderungen, die das Erwachsenwerden mit sich bringt. »Hilfe, ich werde erwachsen?!« leistet Hilfestellung auf diesem Weg. Petra Winkelsträter, Koordinatorin Schulsozialarbeit des städtischen Fachbereichs Jugend, Bildung und Sport, hat das Projekt zusammen mit der Gesamtschule initiiert.

Einen Schultag lang entdeckten die Achtklässler der Schule verschiedene Stationen auf dem Weg des Erwachsenwerdens. Teils spielerisch, teils mit ernsthafter Planung wurden Hilfestellungen geboten und erste Schritte auf dem holprigen Weg getan. Dieser Weg ist aber nicht nur steinig, er bietet auch viele Chancen und Perspektiven. Das machten die Schulsozialarbeiter der Gesamtschule Nadine Diekmann, Andrea Sommerkamp und Felix Büscher den Schülerinnen und Schülern beim Workshop »Erwachsen werden? Nice!« deutlich. Nach der Ideensammlung und Diskussion in der großen Gruppe konnte jeder kreativ seine individuelle Straßenkarte für den weiteren Weg gestalten.

Eine wichtige Station war dabei immer die Berufswahl. »Zum Beruf – Schritt für Schritt«, nannten die Übergangscoaches der Gesamtschule Songül Rahali und Anna Becker ihre kleine Einführung in die Möglichkeiten der Berufswahl.

Bei »Einfach machen« wurden Schwellenängste für die Berufswahl abgebaut. Im Praxis-Workshop des HBZ (Handwerkerbildungszentrums) mit Susan Klaus, Martin Ley-Schweppe und ihren Mitarbeitern konnten die Jugendlichen Fliesen bearbeiten, legen und Verschalungen aus Holz sägen und zusammennageln. Die praktischen Übungen machten Lust auf handwerkliche Berufe.

Bei »Rücksichtnahme, Höflichkeit und Respekt« gab Trainerin Gabriele Westerteicher Beispiele für gutes und schlechtes Benehmen, damit der Weg in den Beruf und das Miteinander auch unter Heranwachsenden gut gelingt.

Die Übungen im »Teamparcours« stärkten das Selbstvertrauen und gelangen nur denen, die sich auf ihr Team verlassen konnten. Im Niedrigseilgarten zeigten Stadtjugendpflegerin Corinna Renger und Lars Senska von den »Wolkenkratzern«, dass man zusammen viel mehr schafft als alleine und dass man überhaupt mehr schafft, als man denkt.

Geschafft waren auch die Schülerinnen und Schüler nach den fünf Stationen – aber auch froh, einige Stufen auf dem Weg zum Erwachsenen erklommen zu haben. Petra Winkelsträter war begeistert von der guten Mitarbeit der Jugendlichen. »Das machen wir wieder!« stellt die Mitarbeiterin des Jugendamtes fest.

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