In wenigen Wochen endet für Neela Timmermann aus Rheda-Wiedenbrück ihr Bundesfreiwilligendienst im Kloster Wiedenbrück. Veranstaltungen für Erwachsene, Familien und Kinder: Das war ihr Leben in den vergangenen Monaten - mitten darin eine große Baustelle. Während im Dachgeschoss zwei neue Veranstaltungsräume gebaut werden, gehörte Improvisieren oft dazu. Mal wurde es laut, mal musste kurzfristig ein anderer Arbeitsplatz her. Für Neela war genau das auch Teil der Erfahrung.
Am meisten Spaß gemacht habe ihr die Arbeit mit den vielen Freiwilligen sowie den Kindern im Jungen Kloster, erzählt Neela. Ob Veranstaltungen vorbereiten, Räume herrichten oder Gäste empfangen – Langeweile kam nicht auf. Gleichzeitig habe sie erlebt, wie viel Organisation hinter den Angeboten steckt. „Von außen sieht man oft nur die Veranstaltung selbst, aber im Hintergrund muss unglaublich viel koordiniert werden“, sagt sie. Dabei habe sie auch festgestellt, dass ihr abwechslungsreiche Arbeit mit Menschen deutlich mehr liegt als ein klassischer Büroalltag.
Im August endet Neelas Zeit im Kloster. Danach möchte die 19-Jährige in Rostock Politikwissenschaft und Soziologie studieren. Das freiwillige Jahr habe ihr geholfen, sich in dieser Entscheidung sicherer zu fühlen. Außerdem nehme sie viele neue Erfahrungen mit — und das gute Gefühl, vor dem Start in einen neuen Lebensabschnitt schon ein Stück selbstständiger geworden zu sein.
Ein eigener Filmabend zum Abschluss
Als Abschluss ihres Freiwilligendienstes organisierte Neela einen eigenen Filmabend im Wohnzimmer des Klosters. Mit rund 20 Gästen ging es bewusst klein, gemütlich und persönlich zu. Gezeigt wurde der Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand“, der sich mit der europäischen Migrationspolitik der vergangenen Jahre beschäftigt. Diesen Film wollte sie unbedingt selbst sehen und dann zeigen, da sie das Thema sehr spannend und diskussionswürdig findet.
Den Abend plante und organisierte Neela eigenständig — von der Filmauswahl über Werbung auf Website und Instagram bis hin zu Technik, Raumgestaltung und Verpflegung. Auch Verträge, Kartenvorverkauf und die Nachbereitung für die Buchführung gehörten dazu. „Das war richtig schön und ich habe gemerkt, wie viel ich in den vergangenen Monaten gelernt habe“, sagt sie rückblickend.
Ehrenamtliche Arbeit kannte Neela bereits durch das Zeltlager der St.-Clemens-Gemeinde in Rheda. Im Kloster habe sie noch einmal ganz neue Erfahrungen gesammelt. Besonders die Mischung aus Veranstaltungen, Organisation und Arbeit mit Menschen wird ihr in Erinnerung bleiben.
Lust auf ein freiwilliges Jahr im Kloster?
Aktuell sucht das Kloster Wiedenbrück wieder einen jungen Menschen für den Kultur-Bundesfreiwilligendienst ab September. Wer sich dafür interessiert, findet weitere Informationen und die aktuelle Stellenausschreibung auf der Website des Klosters Wiedenbrück.
Für Neela war das Jahr vor allem eine Zeit, in der sie vieles ausprobieren und eigenständig mitgestalten konnte. „Ich hätte vorher nicht gedacht, wie viel man in so einem Jahr mitnimmt.“
Kontakt:
Kloster Wiedenbrück eG
Sonja Rakete Telefon 0179 1214890
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