30 Jahre ist es her, und doch kommt es vielen Menschen vor wie gestern! Am 23. April 1988 eröffnete der damalige Ministerpräsident Johannes Rau bei trübem Himmel und kaltem Wind die Landesgartenschau in Rheda-Wiedenbrück. 163 Tage lang war die Stadt mit ihren damals nur 37.000 Einwohnern (heute sind es gut 12.000 mehr) ein perfekter Gastgeber für die über 2 Millionen Besucher, die von nah und fern anreisten. Mit dieser großen Resonanz zählt die LGS in Rheda-Wiedenbrück noch heute zu den erfolgreichsten bundesweit.
Die Einzigartigkeit des Parks begeisterte die Besucher. Das rund drei Kilometer lange Gelände zog und zieht sich wie ein grünes Band durch die Stadt und verbindet die beiden Altstädte Rheda und Wiedenbrück. Ein kleines Pflanzenparadies war hier geschaffen worden. 87.000 Gehölze wurden eigens zur Landesgartenschau angepflanzt, hinzu kamen 161.500 Wasserpflanzen, Wiesen- und Blütenstauden sowie 125.000 Tulpen, Narzissen und Hyazinthen. 14 Blumenschauen konnten in der neu errichteten Ausstellungshalle bestaunt werden. Für beste Unterhaltung sorgten zudem über 1.100 Veranstaltungen. Unvergessen ist sicherlich der Blick aus dem großen Riesenrad.
30 Jahre sind seither vergangen. Aus dem Landesgartenschaugelände wurde der Flora-Westfalica-Park. In seiner Struktur ist der Park erhalten geblieben und viele Tausend Besucher kommen jährlich, um hier die Natur zu genießen oder um die vielfältigen Spielmöglichkeiten zu nutzen.
Die Flora Westfalica GmbH, eine 100prozentige Tochter der Stadt Rheda-Wiedenbrück, wurde als Nachfolgegesellschaft gegründet und ist heute zuständig für die Pflege und Weiterentwicklung des Parks, aber auch für die Bereiche Tourismus und Kultur.
LGS 1988 – Rückblick auf ein »Jahrhundertereignis«
Heute vor 30 Jahren
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