28. September 2020 / Aktuell

»50 Bäume für Rheda-Wiedenbrück« erneut gestartet

Noch bis zum 2. Oktober bestellen

Obstbaumaktion Lokale Agenda 21 Rheda-Wiedenbrück

Bild: Bei der Aktion 2018 freuen sich die neuen Baumbesitzer über die fachkundige Erläuterung zur Baumpflege.

Bis zum 2. Oktober können Bürger der Stadt Rheda-Wiedenbrück wieder Obstbäume bestellen. Im Sinne der Erhaltung alter, regionaltypischer Sorten bietet das Bürgerforum »Lokale Agenda Rheda-Wiedenbrück« fünfzig selten gewordene Apfel-, Zwetschgen- und Birnbäume an. 

Interessenten erhalten an der Infotheke im Rathaus Rheda oder via Internet www.la21-rhwd.de das Bestellformular mit den Informationen zu den einzelnen Sorten (auf Sämlingsunterlagen als Halbstamm). Durch ein Teilsponsoring der Lokalen Agenda 21 Rheda-Wiedenbrück können die 50 Bäume inklusive Pflanzset (Baumpfahl, Kokosstrick, Krampen und Pflanzanleitung) kostengünstig für 20 Euro erworben werden. Pro Familie kann ein Baum bestellt werden. Spätestens bis zum 2. Oktober – oder solange der Vorrat reicht – kann an der Infotheke im Rathaus bestellt werden. Dort ist der Obstbaum gleichzeitig bar zu bezahlen.

Am Samstag, 7. November, von 10 bis 13 Uhr, stehen die bestellten Obstbäume auf dem Parkplatz an der Mittelhegge (Gelände des ehemaligen Reethus) zur Abholung bereit. Dort wird Hans-Bernd Hensen als Fachmann den Pflanzschnitt fachkundig vornehmen und Tipps für die weitere Pflege geben. 

An diesem Morgen wird die Steuerungsgruppe »Fair-Trade-Stadt« mit dem Weltladenfahrrad kommen und fair gehandelte Produkte anbieten. 

Bedeutung alter Obstsorten
Wussten Sie schon, dass es in Deutschland früher etwa 3.000 Apfelsorten gab? Mitte des 20. Jahrhunderts reduzierte sich durch den marktorientierten Anbau von Obst diese Vielfalt auf wenige Sorten mit makellosem Äußerem, aber oft mit wenig Geschmack. 

Früher gab es Sorten für fette, feuchte, arme, trockene Böden, für windoffene Lagen, für Lagen, in denen Spätfrost herrschte, eben für regional typische Standortbedingungen. Dann gab es Sorten, die im August reiften, im September oder Oktober, Sorten, die man direkt genießen, und andere, die man bis ins nächste Jahr hinein lagern konnte. 

Überlebten alte regionale Sorten zuletzt fast nur noch auf Streuobstwiesen, findet heute eine Rückbesinnung auf diese schmackhafte, vielseitige und individuelle Alternative zur Ware aus dem Supermarkt statt.

Diesen Trend möchte die Lokale Agenda 21 mit ihrer Obstbaumaktion auch in diesem Jahr wieder unterstützen:

Kleinwüchsige Kronen alter Sorten werden auf starkwüchsigen Wurzelunterlagen veredelt. Diese Bäume wachsen gut und gesund auf den hiesigen Böden. Die Bäume werden bis zu fünf Meter hoch und breit und lassen sich gut in kleine Gärten pflanzen und leicht beernten.

 

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